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„Starke Kinder sagen Stopp!“ – Unser jährliches Training für die 1. und 2. Klassen

Schon für unsere Jüngsten ist es wichtig zu wissen: Mein Körper gehört mir! Deshalb findet für die 1. und 2. Klassen einmal im Schuljahr das spielerische Schutz- und Kompetenztraining „Starke Kinder sagen Stopp!“ statt.

In diesem Alter geht es vor allem darum, das eigene Bauchgefühl kennenzulernen, Mut zum „Nein“-Sagen zu entwickeln und zu wissen, wo man Hilfe bekommt.

 Die wichtigsten Botschaften für die Erst- und Zweitklässler

  • Ich kenne meine Gefühle: Ich lerne zu spüren, was mir guttut und was nicht.
  • Mein Körper gehört mir: Nur ich entscheide, wer mich umarmen oder anfassen darf.
  • Ich darf „Nein“ sagen: Auch gegenüber Erwachsenen, wenn sich etwas nicht gut anfühlt.
  • Schlechte Geheimnisse werden weitererzählt: Wenn ein Geheimnis Angst macht oder sich schwer im Bauch anfühlt, darf ich es weitersagen.
  • Ich bin niemals schuld: Wenn jemand meine Grenzen verletzt, bin ich nicht schuld.

 So lernen die Kinder spielerisch im Unterricht

Damit die Inhalte Spaß machen und im Gedächtnis bleiben, arbeiten wir mit Bewegung, Geschichten und Bildern:

  • Die Gefühlsampel: Die Kinder lernen Gefühle anhand von Farben kennen. Grün bedeutet: „Mir geht es gut!“  Rot bedeutet: „Halt, stopp! Das will ich nicht!“
  • Der „Nein-Kreis“: Wie steht ein starkes Kind? Mit festem Stand (wie ein Lego-Männchen) und ernstem Blick üben die Kinder im Kreis, laut und deutlich „Stopp!“ zu sagen.
  • Gute und schlechte Geheimnisse: Wir sortieren Beispiele aus dem Alltag. Eine Geburtstagsüberraschung macht Freude (gutes Geheimnis). Wenn aber jemand sagt „Erzähl das bloß niemandem, sonst passiert etwas Schlimmes“, ist das ein schlechtes Geheimnis, das man sofort einer Vertrauensperson erzählen muss.

 Wer hilft mir? Wenn die Ampel auf Rot steht

  • Wenn ein Kind ein schlechtes Gefühl hat, gilt die wichtigste Regel: Hol dir Hilfe und erzähl es weiter! Niemand muss mit seinen Sorgen alleine bleiben. Wir besprechen mit den Kindern ganz konkret, wer für sie da ist und wem sie sich anvertrauen können:
  • Zuhause: Die Eltern, Großeltern oder ältere Geschwister
  • In der Schule: Die Klassenlehrkräfte oder das Team der Jugendsozialarbeit – hier hat immer jemand ein offenes Ohr